Chränzli 29. November 1950 Anzeiger des Bezirkes Horgen

Horgen

Kränzli des Männerchors Käpfnach=Horgen

Anzeiger des Bezirkes Horgen, 1. November 1950

Der Männerchor Käpfnach veranstaltet im Hotel Meierhof einen fröhlichen bunten Abend mit den Geschwistern Schmid, Arthur Beul und der Tanzkapelle Pfister. Reservieren Sie sich heute schon den 25. November.

 

Chränzli 8. November 1950 Anzeiger des Bezirkes Horgen

von rl.

Der bunte Abend veranstaltet vom Männerchor Käpfnach verspricht recht gemütlich zu werden. Wer kennt nicht die vom Radio und von Schallplatten her bekannten Geschwister Schmid? Sicher haben Sie schon lange den Wunsch gehegt, dieses Gesangstrio einmal persönlich kennen zu lernen! Ihr Komponist Arthur Beul (bekannt von den Schlagern "Am Himmel stoht es Sternli z'Nacht", "Nach em Räge schint d'Sunne" etc.) wird die Geschwister Schmid begleiten. Verpassen Sie diese einmalige Gelegenheit nicht, kommen Sie am 25. November in den Meierhof!

 

Chränzli 15. November 1950 Anzeiger des Bezirkes Horgen

von rl.

Na immer wänn d'Chäpfner öppis gmacht händ isch es bäumig gsi! Au am 25. November wird's im Meierhof wider gmüetli werde. D'Tanzmusig Ruedi Pfister wird vom Polka und Ländler bis zum Samba und Raspa für Alt und Jung spiele. Euse Conférencier Rodolfo sorget für Humor und e par Mitglieder vom Männerchor Chäpfne bringet Sketch und verschideni lustigi Ilage. D'Gschüsterti Schmid trätet i verschidene Kostüme uf und singed alti und neui Schlager: begleitet am Klavier vom Komponist Arthur Beul. - Und e Tombola händ d'Chäpfner, das müend Sie gseh ha! Allne euserne Fründe und Gönnere möchted mer au a dere Stell de bescht Dank usspreche, dass sie eus ghulfe händ e so n'en schöne Gabetisch z'mache. Uf widerluege am Samstig i acht Tage!

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Chränzli 22. November 1950 Anzeiger des Bezirkes Horgen

von rl.

Wer kennt nicht die bunten Abende vom Radio her? Möchten Sie nicht auch einmal dabei sein und das Gesangstrio Geschwister Schmid mit ihrem Komponisten Arthur Beul persönlich sehen? Diese einmalige Gelegenheit bietet sich am 25. November! - Der Männerchor Käpfnach unter der Leitung von Herrn Fritz Egli leitet den Abend mit einem kleinen Konzert ein und singt einige gern gehörte Volkslieder. Als Auftakt zum bunten Teil wird Conférencier Rodolfo erscheinen, und einige Mitglieder des Männerchor Käpfnach werden durch köstliche Darbietungen Ihre Lachmuskeln in Bewegung setzen. Was, die Chinesen treten noch auf? Pst, nicht mehr verraten! Zwischenhinein werden die Geschwister  Schmid (sie bringen ihre eigene Mikroanlage) in verschiedenen Kostümen auftreten und alte und neue Schlager von Arthur Beul singen. Zum Tanz spielt die bekannte Kapelle Pfister (5 Mann) auf. Betrachten Sie unseren schönen Gabentisch den wir den Mitgliedern und Gönnern zu verdanken haben. Diesmal haben Sie sicher Glück. - Vergessen Sie die Alltagssorgen, kommen Sie am Samstag rechtzeitig in den Meierhof. "Nach em Räge schint d'Sunne, nach em briegge wird glacht" und auf dem Heimweg tönts ganz leise "Am Himmel stoht es Sternli z'Nacht, am grosse Sternemeer".

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Chränzli 29. November 1950 Anzeiger des Bezirkes Horgen

von ein dankbarer "Chäpfner"

Bereits gehört eine Abendunterhaltung mehr der Vergangenheit an, ein Abend, der den "Käpfnern" alle Ehre eintrug und mit Stolz in die Vereinschronik eingetragen werden darf. Als Zugnummer des Abends wurden die in aller Welt bekanten "Geschwister Schmid" mit ihrem rührigen Komponisten Arthur Beul verpflichtet. Kein Wunder, dass der vielpolemisierte "Konzertsaal", oh pardon, Meierhofsaal, sich als viel zu klein erwies und den Veranstaltern organisatorische Schwierigkeiten verursachte, die leider trotz sichtlichen Bemühungen den Abend etwas beschatteten. Zweifellos musste der überfüllte, schlecht ventilierbare Saal, dazu noch eine nicht immer gut funktionierende Lautsprecheranlage das eigentliche Männerchorkonzert etwas beeinträchtigen. Sicher gaben sich Dirigent und  Sänger alle Mühe, das aus altem volkstümlichem Liedgut zusammengestellte Programm den Besuchern so gut als nur möglich zu Gehör zu bringen, vermochte aber aus eben genannten Gründen nicht restlos zu überzeugen. Ausser B. A. Zwyssigs Schweizerpsalm wurden alle übrigen Lieder mit zu wenig Empfinden gesungen, etwa mehr Wärme und Klangfarbe, sowie homogenere Gestaltung hätten den Gesamteindruck wesentlich gesteigert.

Für Zwischen- und Tanzmusik sorgte die 5 Mann starke Käpfner-Kapelle Ruedi Pfister, die durch den zugezogenen Zugposunisten Wettstein aus Hütten auf angenehmste überraschte. Der bescheidene, fast etwas schüchterne Ansager "Rodolfo", ein junge Aktiver, kündete  mit Witz das erste Auftreten der Hauptakteure des Abends an und schon sauste ein Beifallsorkan in fast überdimensioniertem Ausmass auf die inzwischen auf der Bühne sich postierenden Geschwister Schmid und am Klavier sitzenden Komponisten Arthur Beul hernieder. Und mit Recht, denn was dieses in originellen wechselnden Kostümen auftretende Gesangstrio auf gesangshumoristischem Gebiet geboten hat, das war einfach gross, das muss man gehört und gesehen haben. Wer da glaubte, die ganze Sache sei auf Bluff aufgebaut, der wurde bestimmt eines andern belehrt. Denn was die Geschwister Schmid in ihre heiteren, frohen, mithin ernsten Lieder und Balladen an gesanglichem Können, Gefühl und Wärme legen können, das geht schon ins künstlerhafte und zeugt neben angeborener Begabung von wirklich ernsthaftem Studium. Blumenbeschmückt nahm das sympathische Geschwister-Trio mit ihrem Begleiter und Komponisten nach stürmisch beklatschten Dreingaben unter brausendem Beifall leider nur allzufrüh Abschied.

Mit eigenen Kräften wurde der Rest des Abends ausgefüllt. Neben einigen gut gelungenen Sketchen vermochte der uralte, aber immer wieder gern gehörte kostümierte Chinesenmarsch von Dekker spezielle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Er musste wiederholt werden. Die Schlussnummer des Unterhaltungsteiles: Eine "Tschinggiade" ebenfalls eine sich im Greisenalter befindende Posse mit Gesang, die abgesehen von gesanglichen Trübungen dem Regisseur Siegl und den Spielern vollen Erfolg eintrug, wurde vom warmgelaufenen Publikum dankend applaudiert.

Ein Volltreffer war die geradezu stolze und prächtige, sich aufs beste präsentierende Tombola. Ein klarer Beweis dafür war der reissende Absatz der Lose, denn nach einer knappen halben Stunde war der manchmal etwa bemühende Losverkauf prompt erledigt. Der Tombolakommission, vorab dem unermüdlichen Obmann Ernst Jucker jun. und Frau, dürfen die Käpfner sehr dankbar sein. Ich hoffe, dass der sehr gut gelungene Abend der auch in agitatorischer Hinsicht geschickt warb, dem strebsamen Verein neue Kräfte zuführen möge. Den schaffensfreudigen Käpfnersängern gebührt volle Anerkennung und Dank für diesen Abend. Dem Chor und seinem Leiter wünscht weiterhin viel Glück und Erfolg

Ein dankbarer "Chäpfner"

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