MKH Geschichte

In der Festschrift zum 125 jährigen Jubiläum schrieb der Präsident Alfons Schmid:

Am 8. Februar 1871 haben 30 Männer - auf Vorschlag von Lehrer Stüssi - den Männerchor Käpfnach gegründet. Ungeachtet der Wirren in Europa in den ersten Jahrzehnten seiner Vereinsgeschichte und anderer Rückschlägen, hat sich der Männerchor Käpfnach im Laufe der Zeit zum grössten singenden Verein in Horgen gefestigt und darf auch auf sein stolzes Alter zurückblicken.

Der erste Artikel der Gründungsstatuten lautete: "Der Verein hat den Zweck, eine gemütliche Geselligkeit durch Gesang unter seinen Mitgliedern zu pflegen." Dieser Leitsatz hat auch 125 Jahre später für den Männerchor Käpfnach uneingeschränkte Gültigkeit, auch wenn der Einklang zwischen Pflege des Gesangs und Geselligkeit nicht immer leicht zu finden ist.

8  weiteres aus der Geschichte zum schmunzeln...  

8  Die Präsidenten     8  Die Direktion
8  Die Fahnen 8  Andenken
8  Resultate (Expertenbericht/Urkunden) 8  nach Jahrzahlen
8  Das war vor ....

 

Seit seiner Gründung pflegt der Chor den gemeinsamen Gesang, aber auch die Geselligkeit und Kameradschaft. Die Statuten weisen den Verein als politisch und konfessionell neutral aus. Die Sänger verschiedensten Alters kommen aus allen Schichten der Bevölkerung. In die geselligen Veranstaltungen sind auch die Sängerfrauen einbezogen. Trotz des Wandels im Gesellschaftsleben seit der Gründung, kann sich auch heute der Chor einer regen Beteiligung erfreuen.

Im Rahmen des Kulturlebens der Gemeinde übernimmt der Chor gewisse musikalische und gesellschaftliche Verpflichtungen. Er besucht regelmässig Gesangsfeste mit Chorwettbewerben, für die er durch eine Dirigentin vorbereitet wird. In regelmässigen Abständen bereitet der Chor auch Konzerte vor, die er alleine oder gemeinsam mit anderen Chören, Musikern und Sängern aufführt. Schnupperbesuche in den Proben sind jederzeit willkommen. 

Die musikalischen Ziele liegen in der Pflege von Chormusik aller Art von Althergebrachten bis zum Modernen: Volkslied, Operette, Musical, Oper und geistliches Liedgut. Dem Chor liegt aber auch sehr an einer lebendigen gesellschaftlichen Aktivität. Es werden laufend Sänger gesucht, um Abgänge zu ersetzen und die Altersdurchschnitte der Sänger möglichst tief zu halten.

 

...weiteres aus der Geschichte zum schmunzeln...

An der Quartalsversammlung vom 2. April 1910, wo unter anderem über die Durchführung einer Bluestfahrt gesprochen wird, beantragt der Vorstand, eine Reisekasse einzuführen. Der Antrag wird von einem Mitglied insofern berichtigt, dass eine solche seit 9 Jahren bestehe, aber niemand Beiträge einzahle. Dem wird sofort abgeholfen, indem ein Reisekasseinzüger bestimmt wird.

...ein Brief aus den USA (16. April 1926)

Vor 50/60 Jahren war es Chäpfner-Tradition, jeweils im Herbst den heurigen Most zu kredenzen. Durchgeführt wurden diese Anlässe als Ständli in der Rietwies bei Hüni's Streuli's, Amsler's etc. Es gab süssen Most, gegärten Most, Bauernbrot und als Deckeli obendrauf selbstgemachten ROSOLI. Zu später Stunde gings dann "per pedes" (ausser Oskar Schwarzenbach hatte noch kein Sänger ein Auto, was ja wohl gut war), für einige sehr weit bis zum Herner oder Tannenbach, nach Hause. Es waren herrliche, unvergessliche Abende. Schade, dass Traditionen nicht immer gepflegt werden. Most und ROSOLI hätte es noch in der Rietwies.

Im Jahr 1946 meldete sich der Männerchor Käpfnach zum Zentralschweizerischen Sängerfest in Altdorf an. Slogan: 75 Jahre = mindestens 75 Sänger. Die Werbetrommel wurde hochtourig geschlagen. Mit 86 Männer - nicht alles meisterhafte Sänger - stand man in der Tellstadt auf der Bühne. Resultat: Der Fähnrich musste sich lange gedulden, bis er als letzter einen hundsgewöhnlichen grünen Kranz an die Fahne gesteckt bekam. Die Moral von der Geschichte: Nur harte, regelmässige Probearbeit bringt Erfolg - oder Qualität kommt vor Quantität.

An der Quartalsversammlung vom 12.7.1949 wird auf Antrag des Vorstandes beschlossen, dass im Chor das "Du" als Umgangssprache gilt, sobald ein Sänger aufgenommen ist. Dieser "Beschluss" wurde aber an der GV 1954 auf Antrag eines Ehrenmitgliedes wieder aufgehoben. Der Antragsteller befürchtete, dass durch das "Du" ein ungesundes Verhältnis zu den älteren Mitgliedern bestünde. Tempi passati.

Jahresschlussfeier 1970: Heisser Fleischkäse mit Salaten ....., tatsächlich etwas bescheidener als heute!

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